Sensation in Jonsdorf
Keiner konnte es glauben, es war der Wahnsinn. Der EHC Jonsdorfer Falken schlaegt den Tabellenfuehrer ECC Preussen Berlin in eigener Halle mit 6:3!!!
Doch fangen wir am besten am Anfang an. Ohne die DL-Spieler Ortolf und Lehnigk auflaufend, stand diesmal im Tor der Falken Christian Wendler (DL). Ebenso lief erstmals im Falkentrikot Christian Roesler mit der Rueckennummer 51 auf. Soviel zu den Personalien.
Die Spieler von Moritz Schmidt begannen das Spiel wie gewohnt sehr konzentriert und spielten mit enormem Druck durch starkes Forchecking. In der 3. Minute klingelt beim Preussen-Torwart das Metall - schade, das haette die Fuehrung sein koennen. Starke Anfangsphase des EHC, doch dann die erste Strafe in der 6. min gegen B. Reichardt wegen Behinderung; jetzt heisst es, die Unterzahlsituation zu ueberstehen. Doch die Falken beschaeftigen die Preussen gut vor deren Tor. Nur wenige Sekunden spaeter erhalten M.Haehnel und der Preussen-Goalie Leonhardt zwei Minuten wegen Stockschlags und es geht weiter mit 4:5. Zum Glueck ueberstehen die Falken das Unterzahlspiel ohne Gegentreffer. In der 8. min schiesst M. Pešek die Scheibe ins gegnerische Drittel, diese wird von einem Berliner Spieler abgefaelscht, trifft eine Lampe, welche nach kurzem zoegern auf dem Eis landet. Auch das gibt’s beim Eishockey. Nach kurzer Reinigungspause ging das Spiel dann weiter. In der 14. min eine weitere Grosschance fuer Jonsdorf als M. Kohl in einer eins auf eins Situation stuermt und sich die Scheibe weit vorlegt, kommt Leonhardt aus seinem Kasten und M. Kohl kann den Puck leider nur noch gegen den Pfosten lenken. Eine weitere Chance zur Fuehrung hatte M. Marnota als er, schneller als sein Gegenspieler, zum Schuss kommt. Leider prallt der Puck an der Schulter des Berliner Goalies ab und geht knapp ueber das Tor. Und endlich in der 18. min ist es P. Kohls, der auf Vorlage von Ch.Roesler zur mittlerweile verdienten Fuehrung einschiessen kann. Auch nach dem Tor waren die Falken kaum aus dem Berliner Drittel zu vertreiben, so dass es mit der 1:0 Fuehrung in die Pause ging. Tolle Leistung unserer Jungs!
Nach dem Pausentee schienen die Preussen irgendwie richtig munter zu sein, denn nach nicht einmal einer gespielten Minute konnte M.Krueger den Ausgleichstreffer erzielen. Die Falken schienen etwas ihren Spielfaden verloren zu haben und koennen sich kaum aus ihrem Drittel befreien. Die Preussen jetzt mit deutlich mehr Spielanteilen. Hoffentlich geben die Falken das Spiel in dieser Situation nicht aus der Hand! Dann zum Glueck der Jonsdorfer nur ein Pfostentreffer der Berliner – durchatmen. Ein Angriff der Falken in der 31. min, T. Schupp bringt die Scheibe vor das Tor und V. Sharapa schiebt zur erneuten Fuehrung ein und es steht 2:1. Dieses Tor scheint die Falken wieder zu befluegeln und sie machen wieder ordentlich Druck. Der ECC kann sich nur noch mit unerlaubten Weitschuessen befreien. In der 36. min marschiert V. Sharapa an allen Berliner vorbei und erhoeht auf 3:1 fuer Jonsdorf. Der Jubel der Fans ist noch nicht richtig verstummt, als M. Kohl auf Vorlage von Ch. Roesler drei Minuten vor der Pausensirene sogar auf 4:1 erhoeht – unglaublich! Zwei kurz aufeinander folgende Zweiminuten-Strafen fuer Klante und Haehnel machen es noch einmal richtig spannend. Aber die drei auf dem Eis stehenden Falken kaempfen super und erzwingen sogar ein Bully im Preussen-Drittel, so dass dieses Unterzahlspiel ohne Folgen bleibt. Mit dem Pausenpfiff erhaelt der ECC noch eine Strafe, so dass die Falken das letzte Drittel in Überzahl beginnen konnten.
Applaus empfing die Falken zum letzten Drittel auf dem Eis, natuerlich mit der Hoffnung verbunden, dass diese Fuehrung am Ende zum Sieg gereichen sollte. Noch waren 20 min zu spielen. Das Powerplay zu Beginn brachte nichts ein. Doch auch die Preussen koennen ihre Moeglichkeiten nicht verwerten. Dann in der 45. min, Th. Ganer liegt am Boden, versuchen die Falken, die Scheibe aus dem eigenen Drittel zu spielen. Ein Berliner faengt sie ab, passt zu dem allein vor dem Falkentor stehendem O. Ciganovic, der zum 4:2 einnetzt. Die Falken lassen sich zum Glueck nicht verunsichern, spielen aber scheinbar etwas defensiver um nicht den Anschlusstreffer zu kassieren. Als in der 49.min der Berliner Rentzsch wegen Behinderung vom Eis muss, koennen die Falken nach einem gewonnen Bully in der Angriffszone durch einen Schuss von D. Wolters von der blauen Linie den 3-Tore-Vorsprung wieder herstellen. Und die Uhr zeigte immer noch 10 zu spielende Minuten an. Irgendwie liessen die Falken den Preussenspielern zu viel Raum und so kassierten sie nur eine Minute spaeter das 3. Tor der Preussen, wieder war es O. Ciganvoic. Also hiess es, konzentriert weiter zu spielen, um den Erfolg nicht noch aus der Hand zu geben. Die letzten Minuten schienen zur Ewigkeit zu werden, zumal M.Haehnel in der 56. min wegen eines Stockendenstosses 5 min plus Spieldauer kassierte und die Falken damit unnoetig schwaechte. Die Berliner versuchten alles, sie nahmen Auszeit und ihren Torhueter vom Eis, so dass sich die Falken in vier zu sechs Unterzahl bewaehren mussten. Aber auch diese Phase meisterten sie hervorragend, so dass es M. Kohl vorbehalten blieb, 20 Sekunden vor dem Schlusspfiff fuer den 6:3 Endstand zu sorgen.
In jedem Fall waren die Falken die Spiel bestimmende Mannschaft, haben voellig verdient die drei Punkte errungen und somit wiederholt fuer eine Überraschung gesorgt!
Zuschauer: ca. 700
Tore: 1:0 Kohls (18.), 1:1 Krueger (21.), 2:1, 3:1 Sharapa (31.+36.),4:1 Kohl (38.), 4:2 Ciganovic (45.), 5:2 Wolters (49.), 5:3 Ciganovic (50.), 6:3 Kohl (60.)
Strafen: Jonsdorf 13 min (plus Spieldauer)
Berlin 10 min




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