23.03.2008 Ebersdorf bei der FFW Osterschiessen 2008
am 23. März 2008 unter Allgemein abgelegtOsterschiessen in Ebersdorf bei der FFW-Ebersdorf
Das Osterschiessen ist ein in der suedoestlichen Oberlausitz stattfindender christlicher Brauch, der in der Nacht vom Karsamstag zum Ostersonntag stattfindet. Es wird meist in kleineren Gruppen von Jugendlichen, oft an einem Lagerfeuer und mit reichlichem Alkoholkonsum, “geschossen”. Ab Mitternacht bis zum ersten Glockengelaeut am Ostermorgen sind die Boellerschuesse weithin zu hoeren. Die Auferstehung Jesu Christi und damit der Sieg ueber den Tod soll damit zum Ausdruck gebracht werden.
Zum “Schiessen” wird in eine blecherne Milchkanne ein bis faustgrosses Stueck Calciumcarbid, auch als Karbid bekannt, sowie einige Milliliter Wasser gegeben. Anschliessend wird die Milchkanne mit dem Gummideckel fest verschlossen. Durch die Reaktion des Wasser mit dem Carbid entsteht Ethin, ein brennbares Gas. Am Boden der Milchkanne befindet sich ein kleines Loch, durch welches nach einer gewissen Wartezeit das Gemisch in der Milchkanne gezuendet wird. Hierbei wird der Deckel der Milchkanne bis einige dutzend Meter mit einem lauten Knall weggesprengt.
Nach dem Ende der DDR wurde der Brauch weniger praktiziert, da sich das benoetigte Carbid nur sehr schwer beschaffen laesst. Er zaehlt aber dennoch zu den typischen Osterfeierlichkeiten der Einheimischen.
















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